Freies Fahrbares Zelten

Warum es zum legalen Zelten nicht mehr braucht als ein Fahrzeug, einen Anhänger und natürlich ein Zelt.

Schlafen im Auto

Autos haben etwas herrlich absurdes, wenn man sich vor Augen führt, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens leere Blechkisten sind, die in viel zu überfüllten Städten in der Gegend rumstehen und Platz wegnehmen.  Aber das Ganze geht noch viel absurder. 

Denn diese Blechbüchsen dürfen nicht nur Nachts leer in der Gegend rumstehen. Ich darf auch in ihnen schlafen. Zumindest eine Nacht, zur Erholung (d.h. nicht länger 10 Stunden). Vorausgesetzt ich schlafe nicht betrunken auf dem Fahrersitz, schraube eine Markise an mein Auto oder mache es sonst wie offensichtlich zum Wohnmobil.

Wieso darf ich mich in meinem Auto überall schlafen, aber nicht in meinem Zelt? Wo genau ist der Unterschied? Die Räder? Die KFZ-Zulassung?

Schlafen im Anhänger

Gut. Eine KFZ-Zulassung kriegt mein Zelt wohl nicht– auch nicht wenn ich ein fahrbares Gestell unter mein Zelt schraube. Aber wie verhält es sich mit Anhängern? Gemäß  §12 Abs. 3b StVO ist das Parken für Anhänger ohne Zugfahrzeug 2 Wochen lang erlaubt.

Das Problem: wenn ich mein Zelt auf ein zugelassenes Anhängergestell setze und dieses alleine in der Gegend rumsteht kann ich leider nicht behaupten, in meinem Zelt nur zur Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit zu nächtigen. Ich muss also doch mein Auto holen und den Zelt-Anhänger ankuppeln. Jetzt sollte es durchaus legitim sein, mich auf meinen Zeltanhänger begebe um fit für die Weiterfahrt zu werden – statt mich auf den unbequemen Fahrersitz zu legen.

Das Auto durchs Fahrrad ersetzten

Richtig spannend wird es wenn wir jetzt das Auto durch ein Fahrrad ersetzten. Denn das Fahrrad ist ein Fahrzeug, das ich offiziell auch auf Parkplätzen oder am Straßenrand abstellen darf. Es kann durchaus vorkommen, dass ich mich nach einer langen Radtour nicht in der Lage sehe die Fahrt fortzusetzten, da ich mich in meiner Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sehe (aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass auch mit dem Fahrrad Kollisionen sehr schmerzhaft sein können).

In diesem Fall sollte es mir doch erlaubt sein, mich bis zu 10 Stunden lang auf meinem Gefährt auszuruhen. Das kann ich natürlich auf meinem Sattel sitzend machen. Aber der kontrollierende Beamte wird wahrscheinlich auch einsehen, dass das nun doch eine eher unbequeme Methode ist – vor allem wenn ich mich doch ebenso gut in meinem Anhänger-Zelt ausruhen könnte

Achso, man muss bei diesem Vorgehen jedoch folgendes beachten: der Anhänger darf maximal 2 Meter lang, einen Meter breit und 40 Kg schwer sein. Und man darf man ihm nicht ansehen, dass er zum Wohnen ausgelegt ist.

Außerdem sehr wichtig: ein Fahrrad, das Nachts auf der Fahrbahn am Straßenrand abgestellt wird, muss laut §17 Absatz 4 StVo beleuchtet werden-nicht vergessen!

Noch etwas Inspiration gefällig? Voilà.

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Bitte weitersagen...!

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